Wer an Sardinien denkt, hat sofort Bilder vor sich: türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände, zerklüftete Felsküsten und kleine Küstenorte, in denen die Zeit fast still zu stehen scheint. Doch Sardinien hat weit mehr zu bieten als Sandstrände und Felslandschaften.
Die zweitgrößte Insel Italiens bietet eine interessante Mischung aus spektakulärer Natur, historischen Stätten, charmanten Kleinstädten und einem ganz eigenes Lebensgefühl. Besucher, die nach Sardinien kommen, entdeckt eine Insel voller Kontraste – sie ist wild und elegant, ursprünglich und mondän, entspannt und beeindruckend zugleich. Wir zeigen Ihnen fünf Highlights, die auf keiner Sardinienreise fehlen sollten.
Die fünf besten Sports
1. La Maddalena-Archipel: Karibikgefühl im Mittelmeer
Der Archipel La Maddalena liegt im Norden Sardiniens und ist eines der schönsten Naturwundern der Insel. Es handelt sich dabei um eine Inselgruppe, die aus mehreren kleinen Inseln besteht, darunter La Maddalena, Caprera, Spargi und Budelli. Wer einmal hier war, schwärmt hinterher oft von dem kristallklaren Wasser, das je nach Lichteinfall in vielen verschiedenen Blau- und Türkistönen schimmert.
Nehmen Sie am besten an einer Bootstour teil, um das Archipel zu erkunden. Auf dieser fahren Sie zu einsamen Buchten, hellen Sandstränden und beeindruckenden Felsformationen. Viele Strände sind nur vom Wasser aus zu erreichen, was den Ausflug besonders exklusiv wirken lässt. Ein berühmtes Beispiel ist die Spiaggia Rosa auf Budelli, deren rosafarbener Sand streng geschützt ist. Man darf Sie nicht betreten, aber schon der Blick vom Boot aus ist ein sagenhaftes Erlebnis.
La Maddalena eignet sich perfekt für alle, die Sardiniens Küstenlandschaft von ihrer schönsten Seite erleben möchten.
2. Costa Smeralda: Sardiniens elegante Traumküste
Die Costa Smeralda ist wohl der bekannteste Küstenabschnitt Sardiniens. Sie liegt im Nordosten der Insel. Genießen Sie hier das türkisfarbene Meer, die Aussicht auf luxuriöse Yachthäfen und elegante Hotels und lassen Sie es sich in den traumhaften Buchten gut gehen. Besonders Porto Cervo gilt als Zentrum dieses mondänen Sardiniens. Hier liegen große Yachten im Hafen, Designerboutiquen reihen sich aneinander und in den Restaurants genießt man den Blick auf das Meer.
Doch nicht nur Luxusreisenden bietet die Costa Smeralda gute Bedingungen. Auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten. Zwischen Granitfelsen und Macchia-Landschaft finden sie wunderschöne Strände wie Capriccioli, Liscia Ruja oder der Spiaggia del Principe. Kommen Sie am besten außerhalb der Hochsaison, dann geht es etwas entspannter zu.
Wenn Sie zum ersten Mal nach Sardinien kommen, sollten Sie die Costa Smeralda zumindest für einen Tag einplanen. Sie zeigt eine besonders elegante, aber dennoch landschaftlich beeindruckende Seite der Insel.
3. Golf von Orosei und Cala Goloritzé: Wilde Schönheit an der Ostküste
Der Golf von Orosei ist eine der großartigsten Küstenregionen Sardiniens. Hier treffen steile Kalksteinfelsen auf tiefblaues Meer, und zwischen den Klippen befinden sich viele der schönsten Buchten der Insel. Cala Luna, Cala Mariolu und Cala Goloritzé gehören zu den bekanntesten Stränden dieser Region.
Besonders Cala Goloritzé ist ein echtes Highlight. Hier können Sie klares Wasser, den hellen Kiesstrand und die markante Felsnadel genießen. Diese erheben sich über der Küste und können entweder per Boot oder über eine Wanderung erreicht werden, die etwas Kondition erfordert, dafür aber mit einem unvergesslichen Ausblick belohnt wird.
Der Golf von Orosei ist ideal für alle, die Sardinien etwas wilder und ursprünglicher erleben möchten. Hier geht es weniger um Strandliegen und Beachclubs, sondern um Natur, Bewegung und Staunen.
4. Bosa und Alghero: Farben, Gassen und sardisches Lebensgefühl
Besuchen Sie an der Westküste Sardiniens zwei Orte, die besonders viel Atmosphäre bieten: Bosa und Alghero. Bosa ist bekannt für seine bunten Häuserfassaden, die sich entlang des Flusses Temo in den Hang gebaut sind. Über der Stadt thront das Castello Malaspina, von dem man einen sagenhaften Blick auf die Dächer, den Fluss und die Landschaft hat. Entdecken Sie in den engen Gassen kleine Cafés, Handwerksläden und verschiedene ruhige Plätze.
Alghero ist dann etwas lebhafter und mediterraner. Die Altstadt ist von Stadtmauern umgeben und erinnert mit ihren Gassen, Plätzen und katalanischen Einflüssen fast ein wenig an Spanien. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der Promenade, dies gilt besonders für den Sonnenuntergang. Dann leuchtet die Küste golden, und die Stadt zeigt sich von ihrer romantischsten Seite.
Bosa und Alghero sind perfekt für Reisende, die neben Stränden auch Städte, Kultur und echtes Inselflair erleben möchten.
5. Su Nuraxi di Barumini: Ein Blick in Sardiniens Vergangenheit
Sardinien hat eine Geschichte, die weit vor die Römerzeit zurückreicht. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das bei Su Nuraxi di Barumini, der berühmtesten Nuraghenanlage der Insel. Nuraghen sind steinerne Turmbauten aus der Bronzezeit und gehören zu den wichtigsten Symbolen Sardiniens.
Su Nuraxi besteht aus einem zentralen Turm, mehreren Nebentürmen und den Überresten eines alten Dorfes. Beim Besuch bekommt man einen spannenden Eindruck davon, wie komplex und fortschrittlich diese frühe Kultur gewesen sein muss. Die Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eines der bedeutendsten historischen Highlights Sardiniens. Dies gilt nicht nur für Geschichtsfans, sondern alle, die in das besondere Flair der Insel eintauchen wollen.
Wer Sardinien nicht nur als Badeinsel sehen möchte, sollte Su Nuraxi unbedingt einplanen. Der Besuch bringt eine ganz andere Dimension in die Reise.
Fazit: Sardinien hat für jeden Reisetyp das passende Highlight
Sardinien ist eine Insel, die man nicht auf einen einzigen Eindruck reduzieren kann. Der La Maddalena-Archipel begeistert mit karibischem Wasser, die Costa Smeralda mit Eleganz und Traumstränden, der Golf von Orosei mit wilder Natur, Bosa und Alghero mit Charme und Lebensgefühl, und Su Nuraxi mit faszinierender Geschichte.
Gerade diese Vielfalt macht Sardinien so besonders. Wer nur an einem Ort bleibt, verpasst viele Facetten der Insel. Am schönsten ist es, Sardinien Stück für Stück zu entdecken – mit Zeit, Neugier und der Bereitschaft, auch abseits der bekannten Wege zu reisen.