Seattle an einem langen Wochenende: Drei Tage in der Emerald City

Seattle an einem langen Wochenende: Drei Tage in der Emerald City

Sie lieben den Nordwesten der USA und wollen gerne die größte Metropole der Region entdecken? Zwischen dem Puget Sound und den Bergen des US-Bundesstaates Washington gelegen ist Seattle eine der interessantesten Städte im Nordwesten der Vereinigten Staaten. In der Stadt, die den Spitznamen „Emerald City“ trägt, treffen Besucher ebenso auf eine spannende Mischung aus moderner Architektur und entspannter Atmosphäre, wie auf eine weltbekannte Kaffeekultur und eine beeindruckende Lage zwischen Wasser und Natur.

Ein langes Wochenende in Seattle mit drei vollen Tagen bietet genügend Zeit, um nicht nur die klassischen touristischen Highlights zu sehen, sondern auch um einige der typischen Viertel der Stadt und ihren ganz besonderen Charme kennenzulernen.

Sehenswürdigkeiten für jeden Tag

Freitag: Ankunft, Pike Place Market und Waterfront

 

Einen idealen Start in Seattle können Sie durch den Besuch des bekannten Pike Place Market sicher stellen. Hier befinden sich zwischen Blumenständen und kleinen Restaurants auch die Stände von Obst- und Gemüseverkäufern, Kunsthandwerkern und Fischhändlern. Auf diese Art bekommt man sofort einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre der Stadt.

Der Markt unter anderem besonders für die Fischverkäufer bekannt, bei denen die Ware oftmals spektakulär durch die Luft geworfen wird. Schauen Sie sich jedoch auch die kleineren Etagen und Seitengänge genauer an, dort geht es oftmals etwas familiärer zu und Sie können ganz entspannt durch den Mark schlendern.

Direkt unterhalb des Marktes liegt die Seattle Waterfront, die entlang der Elliott Bay führt. Machen Sie doch einen Spaziergang am Wasser und genießen Sie die schöne Aussicht auf den Puget Sound. Zwei der beliebtesten Attraktionen sind außerdem das Seattle Aquarium und das große Riesenrad, das Seattle Great Wheel.

Den ersten Abend empfehlen wir ganz in Ruhe in Belltown ausklingen zu lassen. Das ist ein zentrumsnah gelegenes Stadtviertel mit verschiedenen Restaurants, Bars und Cafés.

Samstag: Space Needle, Seattle Center und Capitol Hill

 

In den Samstag können Sie mit dem Besuch eines der Wahrzeichen der Stadt starten: der Space Needle. Dies ist ein futuristischer Aussichtsturm. Er wurde für die Weltausstellung 1962 gebaut und bietet einen sagenhaften Rundumblick über Seattle.

Wenn die Sicht klar ist, reicht der Blick über Downtown und Elliott Bay bis zu den Bergen und zum imposanten Mount Rainier, der das Bild der Umgebung der Stadt prägt. Da die Natur rund um Seattle besonders grün ist, wurde ihr der bekannte Name Emerald City gegeben - Smaragdstadt. 

Direkt rund um die Space Needle befindet sich das Seattle Center. Chihuly Garden and Glass mit seinen beeindruckenden Glaskunstwerken kann sehr empfohlen werden.

Wer sich für Musik- und Popkultur interessiert, dem kann auf jeden Fall eine Abstecher in das Museum of Pop Culture – MoPOP empfohlen werden. Das ungewöhnlich geschwungene Gebäude gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt und ist bereits vor dem Besuch ein echter Hingucker.

Am späten Nachmittag geht es weiter nach Capitol Hill. In diesem Stadtviertel, dass beliebt ist bei allen, die alternative, kleine Boutiquen, Cafés, Restaurants, Bars und Musikclubs mögen.

Seattle gilt zudem als eine der wichtigsten Musikstädte der USA und Nordamerikas. Berühmte Bands wie Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden sorgten dafür, dass die Stadt in den 1990er-Jahren zum Zentrum der Grunge-Bewegung wurde.

Sonntag: Kerry Park, Fremont und Ballard

 

Am Sonntagmorgen kann ein kleiner Ausflug in den Kerry Park im Stadtteil Queen Anne sehr lohnenswert sein. Von hier aus, so berichten viele, die die Stadt sehr gut kennen, können Besucher einen der besten Ausblicke auf die Skyline von Seattle genießen. Wenn das Wetter gut ist, kann man hinter den Hochhäusern sogar den Mount Rainier erspähen.

Anschließend können Sie in der Tagesplanung einen Abstecher nach Fremont einfügen. Dies ist ein Viertel, das für seine kreative Ader bekannt ist. Es gibt hier kleine Shops, Cafés und Street Art und auch der berühmte Fremont Troll prägt die Umgebung.

Von Fremont aus geht es nach Ballard, welches ganz in der Nähe liegt. Das Viertel hat skandinavische Wurzeln und ist heute besonders dank seiner Restaurants, Brauereien und der entspannten Atmosphäre beliebt.

Ein gefragtes Ziel sind die Ballard Locks, die den Schiffsverkehr zwischen dem Lake Washington und dem Puget Sound ermöglichen. Wenn Sie etwas Geduld und auch Glück haben, lassen sich dort auch Lachse beobachten.

Wenn Sie noch etwas mehr Zeit im Freien verbringen wollen, bietet der Nachmittag die Möglichkeit, die Seele im nahe gelegenen Golden Gardens Park baumeln zu lassen und den Blick ganz entspannt über das Wasser und die Olympic Mountains gleiten zu lassen.

Montagvormittag: Pioneer Square und letzte Eindrücke

 

Vor der Abreise können Sie sich noch das historische Seattle ansehen. Pioneer Square ist hierbei eines der ältesten Viertel der Stadt. Sie werden auf viele rote Backsteingebäude stoßen, was zur Folge hat, dass sich diese Gegend deutlich vom modernen Downtown unterscheidet.

Zwischen kleinen Galerien, Cafés und historischen Fassaden kann man hier ganz friedlich durch die Straßen bummeln.

Hich spannend ist außerdem die sogenannte Seattle Underground Tour. Sie führt durch Teile der ursprünglichen Stadt, die nach dem großen Brand von 1889 teilweise unter dem heutigen Straßenniveau verschwanden. Diese Tour ist etwas unheimlich, vor allem aber geschichtlich sehr interessant.

Zum Abschluss bietet es sich an, noch einen letzten Kaffee zu genießen – schließlich gehört die Kaffeekultur genauso zu Seattle wie die Space Needle oder der Pike Place Market.

Praktische Tipps für ein langes Wochenende in Seattle

Für einen kurzen Städtetrip oder Halt als Teil eines Roadtrips sind Downtown, Belltown, Queen Anne oder Capitol Hill besonders gute Ausgangspunkte. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich von dort ganz bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Allerdings gibt es in der Stadt Seattle deutlich mehr Hügel, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Deswegen sollten Sie auf jeden Fall bequeme Schuhe einpacken.

Auch das Wetter kann eher wechselhaft sein. Sorgen Sie dafür, dass auch eine leichte Regenjacke (selbst während der wärmeren Monate) mitgeführt wird im Gepäck.

Für besonders beliebte Attraktionen wie die Space Needle oder Chihuly Garden and Glass empfehlen wir außerdem Tickets im Voraus zu reservieren.

Fazit: Drei Tage zwischen Skyline, Wasser und Kaffeekultur

Ein langes Wochenende in Seattle bietet die ideale Möglichkeit, die vielen Facetten der Stadt aus der Nähe kennenzulernen. Sehen Sie sich die Klassiker wie Pike Place Market und Space Needle an und kombinieren Sie diese mit Vierteln wie Capitol Hill, Fremont und Ballard.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die einmalige Lage am Wasser, der Blick auf die Berge und die entspannte Mischung aus Großstadt, Natur und Kreativszene.

Drei Tage reichen zwar nicht aus, um in Seattle alles zu sehen, was die Stadt zu bieten hat. Aber Sie haben doch ausreichend Zeit für einen abwechslungsreichen ersten Eindruck – und wahrscheinlich auch genügend Gründe, irgendwann wiederzukommen.

 

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